Obwohl krisenhafte Ereignisse wie sog. Schulmassaker oder Amokläufe nur selten vorkommen, ist ihre Anzahl in den letzten Jahren gestiegen.
Seit 1974 haben über 100 solcher Gewalttaten weltweit stattgefunden, 66 davon in den letzten zehn Jahren. Fast 200 Schüler und Lehrkräfte fielen den Gewalttaten zum Opfer.
Solche Ereignisse kommen meist – da mögliche Anzeichen nur unzureichend wahrgenommen und verstanden werden – unerwartet und überraschend. Sie bringen die Betroffenen in eine existentielle Stresssituation, die sofortiges Handeln erfordert, das über Leben und Tod entscheiden kann.
Auch wenn solche Ereignisse wohl nie vollständig verhindert werden können, kann man ihnen präventiv begegnen und sich auf sie angemessen vorbereiten. Hierzu gehören das Aufstellen von Notfallplänen, das Einüben von günstigen Handlungsweisen in Extremsituationen sowie der Umgang mit den Betroffenen nach dem Ereignis.
Ein Amoklauf ist in den seltensten Fällen nur blindwütige Raserei, die sich impulsiv aus einer Situation heraus ergibt. Bei Amok handelt es sich in aller Regel um eine genau geplante und organisierte Tat. Fast alle Täter beschäftigen sich vor der Tat einige Zeit gedanklich mit dem bevorstehenden Gewaltakt und planen diese oft sehr genau. Die Täter beschaffen sich gezielt die Tatwaffen. Die Opfer werden in den meisten Fällen bewußt ausgewählt.
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