Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. Blog

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Stärkung der Friedenspädagogik durch Neustrukturierung

bf_co_wb.jpgDas Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. (ift) wird ab 2012 Bestandteil der Berghof Foundation. Über 35 Jahre arbeitet das ift bereits vertrauensvoll mit der Stiftung zusammen. Die Arbeit des ift konnte sich in den zurückliegenden Jahren nur durch die  kontinuierliche Unterstützung der Berghof Foundation (ehemals Berghof Stiftung für Konfliktforschung) so positiv entwickeln. Durch den von der Mitgliederversammlung des ift beschlossenen Zusammenschluss wird die Friedenspädagogik weiter gestärkt und langfristig abgesichert.

Im Jahr 2011 stellte sich die Berghof Foundation als Organisation neu auf. Sie wird nun neben den Bereichen Friedens- und Konfliktforschung (Berghof Conflict Research) und Friedensförderung (Berghof Peace Support) auch die Friedenspädagogik unter einem gemeinsamen Dach vereinen. Dazu wird das ift nach dem Betriebsübergang ab 1. Januar 2012 seine Tätigkeit als ein Bereich der neuen Berghof Foundation fortführen (Berghof Peace Education). Die Geschäftsführung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ift werden von der Berghof Foundation übernommen.

Der bisherige Verein Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. erhält einen (teilweise) neuen Namen und eine neue Aufgabe: Er wird ab 1.1.2012 zum Förderverein Berghof Peace Education / Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. Seine Aufgabe wird es sein, den Bereich Friedenspädagogik im Rahmen der Berghof Foundation mit Ideen und Initiativen öffentlichkeitswirksam zu unterstützen.

Der neue Förderverein Berghof Peace Education / Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. sowie das Team von Berghof Peace Education sind weiterhin im Georg-Zundel-Haus in Tübingen beheimatet. Die bisherigen Arbeitsbereiche und Informationsangebote zur Friedenspädagogik werden im Wesentlichen fortgeführt bzw. erweitert.

Die Berghof Foundation wird vor allem operativ tätig sein und ihre Projektarbeit vorwiegend mit Hilfe von Drittmitteln entwickeln. Aktuelle Informationen über die neu gestaltete Berghof Foundation mit ihren Projekten und Angeboten können Sie ab Januar 2012 unter www.berghof-foundation.org einsehen.

Kontakt

Berghof Foundation / Friedenspädagogik Tübingen

Corrensstr. 12, 72076 Tübingen

Tel.: 07071-920510, Fax: 07071-9205111

Email: kontakt@friedenspaedagogik.de; ab 1.1.2012: info-tuebingen@berghof-foundation.org

www.friedenspaedagogik.de

Global Lernen 2-2011 Migration erschienen

gl-2011-02-online-1.jpgAls im Frühjahr 2011 nach den Umbrüchen in Tunesien und Ägypten einige Boote mit jungen Nordafrikanerinnen und Nordafrikanern die Küsten Europas erreichten, war die Aufregung groß. Deutsche und europäische Politikerinnen und Politiker warnten vor Flüchtlingsströmen biblischen Ausmaßes. Schnell wurden eine weitere Abschottung der Außengrenzen und strenge Gesetze gegen Einwanderung gefordert.

Migration wird hierzulande in erster Linie als Bedrohung wahrgenommen. Ethische Grundprinzipien der Solidarität und Hilfsbereitschaft treten in den Hintergrund. Wenn durch den Klimawandel in den nächsten Jahren Migrationsbewegungen zunehmen, werden menschenwürdige Antworten auf die Frage dringender, wie man Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, empfangen will.

Die Zeitschrift GLOBAL LERNEN wendet sich an Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen. Sie erscheint dreimal pro Jahr (2011 zweimal) und kann kostenlos bezogen werden. GLOBAL LERNEN wird von Brot für die Welt in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Pädagogik und dem Institut für Friedenspädagogik Tübingen e. V. erstellt.

Global Lernen2-2011 als PDF: gl_2011_2.pdf

Peace Boat Treffen in Tübingen

peace_boat_3.jpgAm 14.11.2011 fand ein Nachtreffen der ehemaligen Teilnehmenden der Peace Boat Studienreise von 2009 und 2011 in Tübingen statt. Jasna Bastic vom Peace Boat und Nenad Fiser vom Internationalen Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien, die beide Reisen begleitet haben, kamen aus Zürich und Den Haag angereist um die Studierenden wiederzusehen. Nenad Fiser hatte im Rahmen eines Kolloquiums am Institut für Politikwissenschaft einen Vortrag zum Thema Krisen-Monitoring und Medienanalyse gehalten. Im Anschluss nutzten die Studierenden die Gelegenheit, mit mit Jasna und Nenad Erinnerungen an die Reise auszutauschen und Pläne für zukünftige gemeinsame Aktivitäten zu schmieden. Die Peace Boat Studienreise ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für Friedenspädagogik und des Instituts für Politikwissenschaft der Uni Tübingen. Sie wird alle zwei Jahre für die Studierenden des Master Friedensforschung und Internationale Politik angeboten.

Deutsche Zustände 2011

deutsche_zustaende.jpgRassismus und die Abwertung von Obdachlosen sind nach einer bis dato leicht rückläufigen Entwicklung in der deutschen Bevölkerung von 2010 auf 2011 signifikant angestiegen. Dies ist eines der Ergebnisse der Langzeitstudie Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Deutschland. Diese Studie untersucht seit 2002 mit 10jähriger Laufzeit die Ausmaße, Entwicklungen und Ursachen von Vorurteilen gegenüber unterschiedlichen Adressatengruppen. Es geht um die Abwertung von Menschen aufgrund von ethnischen, kulturellen oder religiösen Merkmalen, der sexuellen Orientierung, des Geschlechts, einer körperlichen Einschränkung oder aus sozialen Gründen.

In der soeben veröffentlichten 10. Folge des jährlichen Reportes Deutsche Zustände werden einerseits Zeitverläufe der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit unter Berücksichtigung politischer Einstellungen und sozialer Lagen untersucht. Andererseits werden aktuelle Problemlagen und Mechanismen fokussiert, die mit Abwertung und Diskriminierung von schwachen Gruppen im Zusammenhang stehen.

Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld: Deutsche Zustände. Das entsicherte Jahrzehnt. Presseinformation zur Präsentation der Langzeituntersuchung. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Berlin, 12.12.2011.

 Ausführliche Presseinformation als PDF: handout_fassung_montag_1212.pdf

Peace Counts 2.0 - Neue Reportagen

pc_20.jpgAnfang Dezember begann ein neues Projekt am Institut für Friedenspädagogik mit dem Titel Peace Counts 2.0. Friedensreportagen und ihre friedenswissenschaftliche Einbindung und Praxisrelevanz. Das Projekt wird von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) gefördert und ist als Beitrag zur Fundierung der langjährigen Praxis-Erfahrungen mit Peace Counts konzipiert.

Qualifizierung der Präventionsbeauftragten

praevlogo.jpgDas Präventionskonzept stark.stärker.Wir für Schulen in Baden-Württemberg wurde als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen entwickelt. Die Umsetzung des Konzeptes wird u.a. von Präventionsbeauftragten begleitet. Bei der Qualifizierung dieser Präventionsbeauftragten, die vom 30.11.-2.12.2011 in Hohenwart stattfand führte Günther Gugel (ift) in Grundlagen und Grundfragen der Gewaltprävention ein.

Studientag zum gerechten Frieden

studientag_titelbild.jpgDer Studientag der evangelisch-theologischen Fakultät der Uni Tübingen widmete sich dieses Jahr dem Thema Vom gerechten Krieg zum gerechten Frieden. Das Programm bestand aus Vorträgen, die historische, sozialpsychologische und theologische Aspekte des gerechten Friedens aufgriffen, parallel stattfindenden Workshops und einer Podiumsdiskussion am Abend. Anne Romund und Naomi Wright (ift) boten einen Workshop zur Frage Wie wird man eigentlich Friedensstifter? an. Am Beispiel zweier Geistlicher aus Nigeria, die sich persönlich für interreligiösen Dialog einsetzen, erarbeiteten die Teilnehmenden, welche Kompetenzen und Fähigkeiten Friedensstifterinnen und Friedensstifter auszeichnen.

Lehrveranstaltung an der HS Esslingen

hses_200.jpgVom  24.-26.11.2011 fand im Geog-Zundel-Haus in Tübingen eine Lehrveranstaltung der Hochschule Esslingen statt. Im Rahmen des Bachelor Studiengangs Bildung und Erziehung in der Kindheit nahmen 16 Studierende an dem Seminar Friedenserziehung und Gewaltprävention statt, das von Günther Gugel (ift) angeboten wurde.

 

Workshop Gewaltprävention

mettelberg.jpgDie Jugendfeuerwehr Rems-Murr führte am 18. und 19. 11.2011 eine Jugendleiterweiterbildung durch.  Im Freizeit- und Schulungsheim Mettelberg (Kreisjugendring Rems-Murr) kamen ca. 40 Jugendleiterinnen und Jugendleiter zusammen um sich mit dem Thema Gewaltprävention zu beschäftigen. Amos Heuss (ift) gestaltete in diesem Rahmen einen vierstündigen Workshop zu den Bereichen Streitkultur und Interkulturelles Lernen. Das Seminar war zugleich Teil des Hans-Götzelmann-Preis für Streitkultur 2010 ( Altersstufe 14-21 Jahre), mit dem die Jugendfeuerwehr Rems-Murr für ihr Projekt Gewalt ist keine Lösung 2010 ausgezeichnet worden war.

DVD:Kriminalprävention - was wirkt?

kp_cover_2001.jpgKriminalprävention: Was wirkt? Was wirkt nicht?, war das Thema des Studium Generale an der Universtität Tübingen  im Sommersemester 2011. Für die Organisation und Leitung waren Prof. Dr. Hans-Jürgen Kerner, Prof. Dr. Jörg Kinzig, und Prof. Dr. Rüdiger Wulf verantwortlich. Diese DVD-ROM dokumentiert alle Beiträge: Videosmitschnitte (10 Stunden), Präsentationen und Manuskripte.

Kriminalität wird bei den Bürgerinnen und Bürgern zunehmend als erhebliche Einschränkung der Lebensqualität empfunden und führt zu Verbrechensfurcht mit all ihren negativen Folgen. Daher wird - wie in anderen Bereichen auch - (mehr) Prävention gefordert. Dabei lauten die Kardinalfragen: Was wirkt? Was wirkt nicht? Und warum wirkt es (nicht)? Kriminalprävention ist heutzutage eine interdisziplinäre und gesamtgesellschaftlich zu lösende Aufgabe. Die Gastreferenten und die Tübinger Kriminologen befassen sich daher in dieser Vorlesungsreihe mit zentralen Feldern der Kriminalprävention, insbesondere Familie, Schule, Kommunen, Medien, Polizei und Justiz. Die Vorlesungsreihe beansprucht, eine Übersicht über die zentralen Fragen der Kriminalprävention zu vermitteln.

Hans-Jürgen Kerner / Jörg Kinzig / Rüdiger Wulf  (Hrsg.): Kriminalprävention: Was wirkt) Was wirkt nicht) Und warum (nicht)? Doppel-DVD-ROM. Tübingen 2011, 600 Min., 20,- Euro. (Bezug beim ift)

Cover der DVD: kp_cover_final.pdf

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