Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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11.12.1999: UNESCO Auszeichnung

Tübingen, 11. Dezember, 1999:

UNESCO-Auszeichnung für den Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

Dem Tübinger Verein für Friedenspädagogik wird am Montag, dem 13. Dezember 1999 einer der drei Ehrenpreise der UNESCO zur Friedenserziehung verliehen. In der Laudatio des Generalsekretärs der UNESCO, Frederico Mayor, heisst es, dass es dem 1976 in Tübingen gegründeten Verein gelungen sei, die Öffentlichkeit für Konflikte und Friedenserziehung zu sensibilisieren, und er sich immer wieder internationalen Kampagnen gegen Atomwaffen, gegen Rüstungsexporte und gegen Minen angeschlossen und diese Kampagnen beeinflusst habe.

Bei der Preisverleihung begründete der Verein in seiner Antwort, dass Friedenserziehung immer noch vor sehr grossen Herausforderungen stehe. Denn noch immer würden (zu) viele Konflikte mit Gewalt ausgetragen. Daher sei es notwendiger denn je, die UNO-Kampagne "Kultur des Friedens" zu unterstützen. Im kommenden Jahr wird vom Verein für Friedenspädagogik dafür eigens eine CD-ROM entwickelt werden, und auch im Internet wird dieses Projekt zu sehen sein. Eher positive Akzente setzte der Verein bei der zunehmenden Globalisierung. Globalisierung könne auch als Chance begriffen werden, sodass Friedenserziehung auch globales Lernen fördern und einen Beitrag dazu leisten könne, dass internationale Kampagnen und Programme einen angemessenen Eingang in die vielfältigen Bildungsprozesse finden. Deshalb müsse Friedenserziehung auch über das Internet verbreitet werden, um Menschen weltweit zusammenzuführen.

Aktuelle Projekte zu multimedialen Bildungsangeboten bearbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen "Globales Lernen" und "Konstruktive Konfliktbearbeitung". Daneben wir an der Konzeption und Realisierung eines "Europäischen Museums für Frieden" gearbeitet, das im kommenden Frühjahr im Österreichischen Stadtschleining eröffnet werden wird.

Die Projekte werden im wesentlichen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Berghofstiftung für Frieden- und Konfliktstiftung und die Mitgliedsbeiträge finanziert.

Wolfgang Berger

1. Vorsitzender des Vereins für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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