Vom 8-10. Juni 2009 fand im Haus Ohrbeck bei Osnabrück ein Symposium für Anne Frommann unter dem Titel “Menschlichkeit als Methode” statt. 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Praxis und Wissenschaft setzten sich mit einer “Pädagogik der Dringlichkeit” auseinander. Günther Gugel vom ift bot eine Arbeitsgruppe zum Thema “Ohne Frieden ist alles nichts” an.
Anne Frommann: Menschlichkeit als Methode. Sozialpädagogische und biografische Texte. Talheimer Verlag, Mössingen-Talheim 2008, 526 S.
DVD: Frieden fängt mit Kindern an. Anne Frommann über Friedenspädagogik als Lebensthema. ift, Tübingen 2008.
Am 29. Mai 2009 wurde der Peter-Becker-Preis der Universität Marburg an das Projekt Peace Counts on Tour des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen e.V, der Agentur Zeitenspiegel und der Culture Couts Foundation verliehen.
Die Laudation hielt Prof. Dr. Dieter Senghaas, Universität Bremen. Hier ein Auszug: “Peace Counts on Tour füttert nicht technokratisch aufbereitetes Wissen in fremde Situationen ein, sondern stimuliert die Sinne und das Denken vermittels multimedial aufbereiteter Fälle gelungenen Friedens, die alle auch in eine Aufschaukelung von Gewalt und folglich in menschliche und gesellschaftliche Katastrophen hätten münden können. D.h. Peace Counts on Tour wuchert mit dem lehrreichen, dem guten Beispiel, also mit bewährten Fällen gelungenen Friedens, um an n-ter Stelle zu einer Deeskalation der Affekte als unerläßliche Grundlage einer sich aktivierenden Nachdenklichkeit beizutragen bzw. um über wissbare positive Beispiele den gewaltgeneigten Affekten entgegenzuwirken.”
Die gesamte Laudatio als PDF-Datei: laudatiomarburg.pdf
Das Projekt „Peace Counts on Tour“, getragen vom Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. und dem Journalistennetzwerk Peace Counts project, erhält den Marburger Peter-Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung 2008/2009.
„Peace Counts on Tour“ zielt darauf ab, in Konflikt- und Kriegsregionen die Wahrnehmung für Ursachen und Eskalationsverläufe von gewaltsamen Auseinandersetzungen zu erweitern, Friedens- und Konfliktfähigkeit zu fördern und den Blick für neue Handlungs- und Lösungsansätze zu schärfen. Das Projekt verknüpft Erkenntnisse aus der Friedens- und Konfliktforschung mit moderner Friedenspädagogik und konstruktivem Journalismus.
‘Auszeichnung für Peace Counts on Tour’ weiterlesen
Verleihung des Hans-Götzelmann-Preises für Streitkultur 2008
Jugendpreis der Berghof Stiftung für Konfliktforschung
Tübingen, Samstag, 25. Oktober 2008
19.00 Uhr – Eintritt: 5,– / 2,50 EUR
Landestheater Tübingen, Großer Saal, Eberhardstraße 6, 72072 Tübingen
Programm als PDF-Dokument: goetzelmann-einladung-2008.pdf
Die Preisträger
Projekt Hart aber fair (1. Preis), Box-Club Nordend e. V.
Hans-Götzelmann-Preis in der Altersstufe 14 bis 21 Jahre
Projekt OPFERPOPP (2. Preis), Thalia Theater Halle
Hans-Götzelmann-Preis in der Altersstufe 14 bis 21 Jahre
Projekt Kinder haben Rechte (Anerkennungspreis)
Grundschule Süd Landau / Pfalz
Hans-Götzelmann-Preis in der Altersstufe bis 14 Jahre
‘Jugend-Gala für Streitkultur’ weiterlesen
Seit 1997 ist der „Rundbrief“ als wichtiges Informationsorgan des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen e. V. (ift) in gleicher Aufmachung erschienen. Nach zehn Jahren haben wir uns entschlossen, das grafische und inhaltliche Konzept zu ändern und Euch und Ihnen in Zukunft die „ift news“ anzubieten. Sie finden hier die PDF-Fassung und wir hoffen, dass die Veränderungen Gefallen finden und noch mehr Interesse am friedenspädagogischen Wirken des ift in Deutschland und weltweit wecken.
So zeigt die Rubrik „Friedenspädagogik weltweit“ eindrucksvoll, in welchen Regionen dieser Erde das ift derzeit Projektmaßnahmen anstößt, durchführt, auswertet und weiterentwickelt.
Auch aus Deutschland gibt es Interessantes zu berichten: 20 Schulklassen nahmen das Angebot wahr, im Rahmen einer Ausstellung von Peace Counts School (Kloster Denkendorf bei Esslingen) an friedenspädagogischen Workshops teilzunehmen.
Am 25. 10. 2008 werden die diesjährigen Preisträger des Hans-Götzelmann-Preises für Streitkultur – Jugendpreis der Berghof Stiftung für Konfliktforschung mit einer Gala im Landestheater Tübingen geehrt. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon heute vor!
Schließlich gilt es auf weitere Projekte, neue Publikationen, auf eine Tagung zur Friedenserziehung und auf sonstige Neuigkeiten rund um das ift hinzuweisen.
PDF-Fassung von ift news 1-2008 zum Download: ift-news_2008.pdf
Die Printfassung von ift news erhalten sie gerne kostenlos zugeschickt. Schicken Sie uns eine E-Mail oder rufen sie an: 07071-920510
Aus dem Inhalt:
‘ift news 1-2008 erschienen’ weiterlesen
Dieser Jahresbericht gibt einen summarischen Überblick über die Aktivitäten des Instituts für Friedenspädagogik (ift) im Jahr 2007. Einen besonderen Akzent setzte das Institut in diesem Jahr mit den beiden Projekten „Peace Counts School“ und „Peace Counts on Tour“. Sie bieten in Deutschland bzw. in Konflikt- und Kriegsregionen innovative Ansätze für die Praxis der Friedenspädagogik.
Trotz neuer Partner bei der Projektförderung war die Förderung durch die Berghof Stiftung für Konfliktforschung auch 2007 ein herausragender Faktor für die Finanzierung der Arbeit des ift.
Der Jahresbericht 2007 als PDF-Datei: ift_jahresbericht_2007.pdf
„Bücher aus dem Feuer“ Lesung am 10. Mai 2008
Am 10. Mai 2008 jährt sich zum 75. Mal der Tag, an dem die Nationalsozialisten in vielen deutschen Städten Bücher von Autorinnen und Autoren, die sie als Gegner ihrer Ideologie ansahen, verbrannten. Zur kritischen Erinnerung an diese Tat veranstaltet das Kulturamt an diesem Tag eine „Marathon-Lesung“ von 10 Uhr morgens bis 10 Uhr abends, bei der Tübingerinnen und Tübinger Texte aus damals verbrannten Büchern vorlesen.
Zum Auftakt (10.00 Uhr) wird in der Stadtbücherei gelesen, danach (ab 14 Uhr) in der Burse, einem der ältesten Universitätsgebäude. Die Veranstaltung endet im Zimmertheater, wo ab 18 Uhr neben anderen Lesenden auch Schauspieler des Zimmertheaters Prosa und Lyrik verfolgter Autoren vortragen. Unter den Mitwirkenden werden u.a. Bundestags- und Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Tübingen sein, ebenso der Regierungspräsident und der Landrat. Vertreter der Universität, der Presse, der Verlage, der Buchhandlungen und der Kirchen sind ebenso beteiligt wie Mitglieder des Jugendgemeinderats oder Tübinger Autoren. Insgesamt werden über 40 Lesende aus Büchern und Textsammlungen vortragen, die von den Nationalsozialisten als „undeutsch“, „marxistisch“, „pazifistisch“ oder „jüdisch“ aus Büchereien - auch aus der Volksbibliothek Tübingen, der Vorgängerin der Stadtbücherei - ausgesondert wurden.
Für das Institut für Friedenspädagogik wird Peter Häußer um 11.15 Uhr in der Stadtbücherei Texte von Erich Kästner lesen.
Hier finden Sie das komplette Programm: programm_buecher_aus_dem_feuer.pdf
Vortrag, Diskussion und Musik mit Reuven Moskovitz
26. März 2008, 19.30 Uhr
Georg Zundel Haus, Corrensstr. 12, 72076 Tübingen
Eines der erfolgreichsten Modelle für Frieden in Israel/Palästina ist das Friedensdorf Neve Shalom/Wahat al Salam, an dessen Gründung im Jahr 1972 Reuven Moskovitz beteiligt war.
Unter den knapp hundert Friedensinitiativen in Israel/Palästina ist dies das einzige Modell mit völliger Gleichberechtigung für Juden und Palästinenser.
Welche Ansätze und Modelle von Friedenspädagogik sind in Israel zu finden? Was ist das “Erfolgsgeheimnis” von Neve Shalom/Wahat al Salam? Und: Welche Perspektiven zur Lösung des Konfliktes sind erkennbar?
Reuven Moskovitz
ist 1928 in dem Schtetl Frumsiaca im Norden Rumäniens geboren und überlebte trotz Verfolgung und Vertreibung den Holocaust. 1947 wanderte er in Palästina ein und wurde Mitbegründer des Kibbuz Misgav-Am an der libanesischen Grenze und später 1972 Mitbegründer von Neve Schalom/Wahat al Salam.
2001 erhielt Reuven Moskovitz den Mount Zion Award und 2003 wurde er mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Eine Veranstaltung des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen e.V. in Kooperation mit der Evangelischen Martinsgemeinde Tübingen
Der Rundbrief 2/2007 des Instituts für Friedenspädagogik beinhaltet als Schwerpunkt einen Vortrag von Horst-Eberhard Richter zum Thema “Ist die seelische Krankheit Friedlosigkeit” heilbar.
Darüberhinaus finden sich u.a. Berichte über “Peace Counts on Tour”, die “School for Peace” und die Ausstellung “Frieden braucht Fachleute” sowie Hinweise auf die Neuerscheinungen des ift.
Der gesamte Rundbrief als PDF-Datei (1,5 MB): rbf_2_07.pdf
Bei der Mitgliederversammlung des ift am 13. November 2007 wurde Elke Begander zur neuen Vorsitzenden gewählt. Dem Vorstand gehören des Weiteren an: Wolfgang Berger (geschäftsführender Vorsitzender), Heike Bosien, Peter Häuser und Dr. Wolfgang Pasche.