Das Projekt „Peace Counts on Tour“, getragen vom Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. und dem Journalistennetzwerk Peace Counts project, erhält den Marburger Peter-Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung 2008/2009.
Das Projekt „Peace Counts on Tour“, getragen vom Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. und dem Journalistennetzwerk Peace Counts project, erhält den Marburger Peter-Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung 2008/2009.
Dieser Jahresbericht gibt einen summarischen Überblick über die Aktivitäten des Instituts für Friedenspädagogik (ift) im Jahr 2007. Einen besonderen Akzent setzte das Institut in diesem Jahr mit den beiden Projekten „Peace Counts School“ und „Peace Counts on Tour“. Sie bieten in Deutschland bzw. in Konflikt- und Kriegsregionen innovative Ansätze für die Praxis der Friedenspädagogik.
Trotz neuer Partner bei der Projektförderung war die Förderung durch die Berghof Stiftung für Konfliktforschung auch 2007 ein herausragender Faktor für die Finanzierung der Arbeit des ift.
Der Jahresbericht 2007 als PDF-Datei: ift_jahresbericht_2007.pdf
MIT BOXEN, THEATER UND SCHULKULTUR GEGEN GEWALT, VERGABE DES JUGENDPREISES FÜR STREITKULTUR 2008
Tübingen, 5. Mai 2008:
Mit fairem Boxen, einer konfliktorientierten Theaterinszenierung und Demokratie an der Schule zeigen die diesjährigen Preisträger des Jugendpreises der Berghof Stiftung für Konfliktforschung vorbildlich, wie Kinder und Jugendliche Streitkultur leben und Zeichen gegen Gewalt setzen.
„Hart aber fair“ heißt das Motto des Box-Club Nordend e.V., der im Jahr 2004 gegründet wurde. Heute besuchen zwischen 60-70 Jugendliche regelmäßig die Trainings. Dort geht es nicht in erster Linie um sportliche Fitness und Erfolge, sondern vor allem um Wege aus der Gewalt und um die Vermittlung von Konfliktfähigkeit. Boxen als Einstieg in Streitkultur erscheint deshalb nur auf den ersten Blick paradox. Durch die gemeinsame Erfahrung von Respekt und Fair Play und durch klare Regeln lernen die jungen Leute erfolgreich, Konflikte im Alltag verbal anstatt mit Gewalt zu lösen.
OPFERPOPP ist der Titel eines unkonventionellen Theaterprojektes mit jugendlichen Laiendarstellern, das vom Thalia Theater Halle konzipiert und realisiert wurde. Im Mittelpunkt des Stücks stehen jugendliche Außenseiter, die als „schwierig“ gelten, und angeblich keine Werte oder moralischen Normen haben. Die Gruppe der Schauspielerinnen und Schauspieler ist heterogen. Unterschiedliche Bildungsniveaus, soziale Herkunft und Szenenzugehörigkeit treffen aufeinander. In einem konfliktreichen Prozess werden Skepsis und Vorurteile abgebaut. Die Jugendlichen entwickeln Konfliktlösungsstrategien und lernen Spannungen auszuhalten. Vierzehn umjubelte Aufführungen sind der sichtbare Erfolg.
„Partizipation und Verantwortung“ lautet das Leitbild an der 2001 gegründeten Grundschule Süd Landau. Von Anfang an war es dem Kollegium ein Anliegen, Demokratie, Menschenwürde und soziales, respektvolles Zusammenleben zu fördern. Durch das Ausprobieren verschiedener Ideen hat sich an der Grundschule Süd eine beispielhafte demokratische Schulkultur etabliert. Klassenrat, Abgeordnetenversammlungen und Kinderrechtsprojekte gehören zum Alltag der Schule.
Der Preis ist insgesamt mit 5.000.– EUR dotiert. Die Preisverleihung findet am 25. Oktober 2008 im Rahmen einer „Jugend-Gala für Streitkultur“ in Tübingen statt (Landestheater Tübingen, Großer Saal. Beginn: 19.00 Uhr; in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg und dem Jugendgemeinderat der Stadt Tübingen).
Mehrere Informationen über den Hans-Götzelmann-Preis finden Sie hier.
Pressemitteilung vom 18.11.2007:
Das Institut für Friedenspädagogik e.V. wurde heute in Tübingen von Uwe Schmid, stv. Direktor der Deutschen Bank in Tübingen als „Ausgewählter Ort 2007“ ausgezeichnet. Damit gehört das Institut nun offiziell zu den von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und ihrem Projektpartner Deutsche Bank ausgezeichneten „365 Orten im Land der Ideen“.
Die Preisverleihung fand im Landestheater Tübingen statt und war eingebettet in die Veranstaltung „Promote Peace Education: Versöhnung heute.“ Geehrt wurde das Institut für sein vorbildliches und zukunftsweisendes Engagement bei der Konzeption, Entwicklung und Umsetzung friedenspädagogischer Lernarrangements. Den Hauptvortrag zum Thema „Versöhnung heute“ hielt der bekannte Psychoanalytiker Prof. Horst-Eberhard Richter. Das Landestheater zeigte Ausschnitte aus aktuellen Inszenierungen, die einen Bezug zum Thema aufwiesen. ‘ift als Ausgewählter Ort 2007 ausgezeichnet’ weiterlesen