Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. Blog

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Autoren-Archiv für Monica Davis Seite 2 von 7



2. Preisträger des Hans-Götzelmann-Preises: Thalia Theater Halle

Thalia Theater Halle - Projekt OPFERPOPP

2. Preis, Altersgruppe 14 bis 21 Jahre
Preis: 1.125,00 EUR

Konfliktfähigkeit und Selbstvertrauen durch Theater

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OPFERPOPP ist der Titel eines unkonventionellen Theaterprojektes mit jugendlichen Laiendarstellern, das vom Thalia Theater Halle konzipiert und realisiert wurde. Zielgruppe des Projekts waren Jugendliche, deren Eltern in der DDR aufgewachsen sind und Probleme haben, die radikalen Umbrüche nach 1989 zu bewältigen und neue Perspektiven zu gewinnen. Die Jugendlichen stehen häufig unter der Last die Verantwortung für ihre Eltern übernehmen zu müssen und fühlen sich alleingelassen. Ein Theaterstück sollte dieser manchmal als „wertelos und verroht“ beschriebenen Jugend ein Sprachrohr geben und auf ihre Schwierigkeiten aufmerksam machen. Das Projekt stand unter der Regie von Mirko Borscht, der in einem langwierigen Castingprozess jugendliche Laiendarsteller aus dem sozialen Brennpunkt Halle Silberhöhe auswählte. Außerdem beteiligten sich Mitglieder des Jugendtheaterclubs. Der Schauspieler Christian Bayer und das Team des Thalia Theater Halle begleiteten Mirko Borscht und die Jugendlichen. Mit der Bildung der Gruppe startete ein harter siebenmonatiger Prozess, der durch viele Höhen und Tiefen, Widrigkeiten und Erfolg, Kritik und Anerkennung gekennzeichnet war, und an dessen Ende ein gelungenes Theaterprojekt stand. OPFERPOPP wurde vierzehn Mal vor begeistertem Publikum aufgeführt.

Im Mittelpunkt des Stücks stehen jugendliche Außenseiter, die als „schwierig“ gelten, und angeblich keine Werte oder moralischen Normen haben. Es basiert auf den Texten des surrealen Melodrams „Monsiuer Laurants Baby“ von Roland Topor. Zentraler Bestandteil der Arbeit mit den sozial schwachen Jugendlichen war es, ihre ganz persönlichen Geschichten, Alltagserfahrungen und subjektiven Wahrnehmungen zu integrieren. Mit dem Projekt sollte das scheinbar brutale und asoziale Verhalten der jugendlichen Außenseiter, und deren Wechselwirkung mit Medien und Gesellschaft thematisiert werden.

Mehrere Informationen über den Hans-Götzelmann-Preis finden Sie hier.

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3. Preisträger des Hans-Götzelmann-Preises: Grundschule Süd Landau

Grundschule Süd Landau - Projekt “Kinder haben Rechte”

2. Preis, Altersgruppe bis 14 Jahre, keine Vergabe eines ersten Preises
Preis: 1.125,00 EUR

Demokratische Streitkultur für Kinder

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„Partizipation und Verantwortung“ lautet das Leitbild an der 2001 gegründeten Grundschule Süd Landau. Von Anfang an war es dem Kollegium ein Anliegen, Demokratie, Menschenwürde und soziales, respektvolles Zusammenleben zu fördern. Durch das Ausprobieren verschiedener Ideen hat sich an der Grundschule Süd eine beispielhafte demokratische Schulkultur etabliert.

Jedes Halbjahr finden an der Schule zwei Demokratietage zu Themen wie Kommunikation, Konfliktstrategien und Partizipation statt. Klassenstufenspezifisch werden dann diese Fähigkeiten spielerisch erprobt. Die demokratischen Werte kommen aber nicht nur an den Demokratietagen zum Einsatz, sondern werden konsequent im Schulalltag gelebt. In jeder Klasse findet wöchentlich ein Klassenrat statt, in dem von den Schülern vorgeschlagene Themen diskutiert und Projekte entwickelt werden. Beispielsweise äußern Schüler ihre Frustration darüber, dass viele Eltern die Park- und Verkehrsregeln vor dem Schulgebäude nicht einhalten, und somit oft gefährliche Situationen für die Kinder entstehen. Der Klassenratschef leitet die Diskussion und nimmt die Kinder in der Reihenfolge der Meldungen dran. Ab der zweiten Klasse findet der Klassenrat sogar ohne Unterstützung der Lehrerin statt.

Mehrere Informationen über den Hans-Götzelmann-Preis finden Sie hier.

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Peace Boat Bericht 2007

Nachdem das Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen in
Zusammenarbeit mit dem Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.
bereits im Jahr 2005 das Pilotprojekt „Peace Boat Exkursion“ erfolgreich
erprobt hat, ist es gelungen, dieses Vorhaben als regelmäßigen
und festen Bestandteil in das Lehrprogramm des Master Studiengangs
„Friedensforschung/ Internationale Politik“ zu integrieren. Der Erfolg des
Pilotprojekts erklärt auch das große Interesse der Studierenden an der
diesjährigen Exkursion. Die Tübinger Gruppe setzte sich aus Politologen,
Islamwissenschaftlern, Friedens- und Konfliktforschern, Friedenspädagogen,
Historikern und Sinologen aus Deutschland, Frankreich, Griechenland, Taiwan,
den USA und Nicaragua zusammen und zeichnete sich somit durch ein hohes Maß
an Interdisziplinarität und ihren interkulturellen Charakter aus.
Die studentischen Teilnehmerinnen wurden von Sophia Benz und Alexander de
Juan (beide Dozenten am Institut für Politikwissenschaft der Universität
Tübingen), von Ana Mijic (Mitarbeiterin am Institut für Friedenspädagogik
Tübingen e.V.), sowie von Journalisten bzw. Photographen begleitet.
Die Peace Boat Exkursion 2007 fand vom 18.10.-2.11.2007 statt. In diesem
Zeitraum fuhr das Schiff von Jordanien über Ägypten, die Türkei,
Griechenland, Malta und Italien bis nach Spanien.

Der Abschlussbericht, Peace Boat Projekt und Exkursion 2007 als PDF-Datei.pdf

Gemeinsam den Hass überwinden

moskovitz200.jpg Celia Eisele, Schwäbisches Tagblatt, 28.3.2008:

Der israelische Historiker Reuven Moskovitz stellte ein jüdisch-arabisches Friedensprojekt vor. Reuven Moskovitz möchte, dass die Menschen in Israel vergessen: den Hass aufeinander, das Misstrauen, die Angst. Nur dann können Juden und Palästinenser friedlich zusammenleben.

Reuven Moskovitz, Lehrer, Historiker und Friedensdorf-Gründer aus Israel, sprach in Tübingen.

„Wer in der Vergangenheit lebt, zerstört seine Zukunft.“ Das könnte das Motto des Dorfs sein, das Reuven Moskovitz vor rund 35 Jahren mitgründete. Der Träger des Aachener Friedenspreises von 2003 stellte am Mittwochabend im Georg-Zundel-Haus des Instituts für Friedenspädagogik das Projekt vor. Rund 80 Leute wollten das Dorf mit dem hebräisch-arabischen Namen Neve Shalom/Wahat al Salam, auf deutsch „Oase des Friedens“ kennenlernen. „Der Mensch hat die Freiheit zu entscheiden, wie er leben will“, davon ist der 1928 in Rumänien geborene und fließend deutsch sprechende Moskovitz überzeugt. Als das Friedensdorf gegründet worden ist, habe kaum jemand an seinen Erfolg geglaubt. In einem Land, in dem jeder fest davon überzeugt sei, dass nur der andere an der ständigen Gewalt schuld ist, sei Neve Shalom „wie eine Quadratur des Kreises“, sagt Moskovitz. Alle Projekte im Dorf, darunter eine bilinguale Grundschule und eine Bildungsstätte für arabische und jüdische Jugendliche und Erwachsene, haben das Ziel, Verständnis und Mitgefühl für andere Menschen zu wecken. Der Friedensaktivist verurteilt sowohl „den Widerstand der Palästinenser, den man Terrorismus nennt“ als auch die israelische Politik, die eine „systematische Friedensverweigerung“ sei. Er schlägt vor, den Jahrestag der Gründung Israels auch als Trauertag zu begehen, an dem Juden und Araber sich bei einander entschuldigen für das, was sie sich gegenseitig angetan haben.

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Peking 2008 - Spiele des Gewissens

Beitrag von Tilman Wörtz

Chinas Wirtschaft boomt, aber der Preis ist hoch: Millionen Menschen werden
unterdrückt. Darf man sich in einem solchen Land an Olympischen Spielen beteiligen?
Tilman Wörtz über Sinn und Unsinn von Boykottaufrufen.

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Peace Counts School im Kloster Denkendorf

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Peace Counts School: Eine Ausstellung mit pädagogischem Begleitprogramm für Schulen

26. Mai bis 13. Juni 2008 im Kloster Denkendorf, Pfarrscheune

Eröffnung am Sonntag, 25. Mai, 18.00 Uhr, u.a. mit dem Fotografen Uli Reinhard (Zeitenspiegel) und Joe Doherty, Nordirland.

Zu dieser Ausstellung bieten das Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V., das Journalistennetzwerk „Peace Counts“ und das Haus Abraham ein pädagogisches Begleitprogramm an, zu dem sich Schulklassen aller Schularten ab Klasse 9 anmelden können.

Thematisch knüpft die Ausstellung an Lehrinhalte der Fächer Gemeinschaftskunde, Welt-Zeit-Gesellschaft, Politik, Religion, Ethik und Deutsch an.

Das pädagogische Angebot findet nach Absprache von Montag, 26. Mai bis Freitag 13. Juni 2008 (jeweils Montag bis Freitag, vormittags und nachmittags) statt.

Aus Koordinationsgründen ist eine Anmeldung und Terminabsprache erforderlich, bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf: ausstellung@friedenspaedagogik.de oder 07071-920510.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Peace Counts School finden Sie hier.

Peace Counts on Tour in Côte d'Ivoire

cotedivoire200.jpgPeace Counts on Tour wird mit der Ausstellung „Peace Builders around the world / Les faiseurs de Paix“ vom 11. bis 25. März 2008 zu Gast in Côte d’Ivoire sein. Das afrikanische Land ist nach den Aufenthalten in Sri Lanka und Mazedonien (2007) die dritte Station für Peace Counts on Tour. Elke Begander (ift) sowie Tilman Wörtz und Lukas Coch (Agentur Zeitenspiegel) werden Workshops u.a. mit Journalisten, Lehrern und Schülern leiten. Partner vor Ort ist das Goethe-Institut Abidjan. Das Projekt Peace Counts on Tour wird gefördert vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) und vom Auswärtigen Amt. Weitere Informationen über Peace Counts on Tour finden Sie hier.

Das Peace-Zeichen wird 50 Jahre alt

friedenszeichen.jpg Speyer (epd). Es war fast aus dem Blick der Öffentlichkeit geraten. Doch mit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 erlebte das Friedenssymbol eine ungeahnte Renaissance: Überall auf der Welt formten Menschen auf Freiflächen und Plätzen menschliche “Peace”-Zeichen. Demonstranten malten sich den Kreis mit dem, was aussieht wie ein stilisierter Vogelfuß, ins Gesicht, trugen bedruckte T-Shirts oder steckten sich “Peace”-Pins als Protest gegen den Krieg an ihre Kleidung. Es tauchte wieder auf Autos, Wänden und Plakaten auf.

Fast jeder kennt das Logo der Kriegsgegner, das die Hippies der 60er Jahre populär machten: Das Peace-Zeichen wird am 21. Februar 50 Jahre alt. Der britische Künstler und Grafiker Gerald Holtom entwarf es 1958 für die britische Anti-Atomwaffen-Bewegung, die sich ein Erkennungszeichen für ihren ersten Ostermarsch wünschte. Die Protestierer machten sich am 7. April 1958 von London aus zur Atomwaffenfabrik in Aldermaston auf. 500 Pappschilder von einem Meter Durchmesser wurden dafür mit der neuen Friedensgrafik beklebt.

Ursprünglich habe er das Zeichen des christlichen Kreuzes zum Symbol der Atomwaffengegner gestalten wollen, erinnerte sich Holtom später. Aber er verwarf die Idee, weil er befürchtete, dass “in den Augen des Ostens das christliche Kreuz Synonym für die Kreuzzugstyrannei war, die in Belsen, in Hiroshima und in der Herstellung und Erprobung der Wasserstoffbombe gipfelte”.

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Aktionszeitung 2008: Fair Play for Fair Life

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Aktionszeitung 2008: Fair Play for Fair Life. Konzeption und Redaktion: Uli Jäger, Institut für Friedenspädagogik. Hrsg: “Brot für die Welt”. Mit Beiträgen von bekannten Sportlerinnen und Sportlern. 16 S. Kostenlos (auch im Klassensatz) gegen Portoerstattung.

Themen:

- Sport, Ernährung und Fair Life

- Straßenkinder im Läuferparadies: Ein Projekt in Kenia

- Peking 2008: Spiele des Gewissens. Modernisierung-Menschenrechte-Boykott

- Gemeinsam Gesellschaft gestalten: Integration durch Kirche und Sport in Deutschland

- Aufbruch in ein neues Leben: Rennenrollstuhlsport in Kambodscha

- Landwirtschaftsprojekt mit Kick: Freizeitfußball in den peruanischen Anden

- Costa Rica: Fußball für das Leben

- Fair Trade, Fair Life und Globales Lernen: Materialien und Tipps für Schule, Gemeinde und Bildungsarbeit

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Neu: Vertretungsstunden mit Pfiff

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7. überarbeitete und aktualisierte Auflage 2008:

Günther Gugel. Vertretungsstunden „mit Pfiff“. Anregungen für einen handlungsorientierten Unterricht zum Themenbereich “Eine Welt” in den Sekundarstufen

144 Seiten, 20,8 x 13,5 cm, broschiert, zahlreiche kopierfähige Arbeitsblätter, 8,- Euro, ISBN 978-3-922833-94-9

Das Buch enthält rasch umsetzbare Unterrichtsanregungen zum Themenkomplex “Global Lernen”. Die behandelten Themen reichen von “Weltentwicklung” über “Kinder” und “Frauen” bis zu “Wohlstand und Müll”. Zu jedem Thema werden methodische Vorschläge gemacht und gezielt ausgewählte Materialien (Bilder, Texte, Zahlen) angeboten. Dabei wird ein sehr breites methodisches Spektrum abgedeckt, z.B.: Szenarien, Rätsel und Quizaufgaben, Phantasiespiele, Erkundungen, Entscheidungsspiele usw.

Verschiedene Unterrichtsmodelle sind auf diesem Server verfügbar.

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