Am 5. März 2010 fand in der Paulinenpflege in Winnenden das Fachgespräch Wertevermittlung statt. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bildungseinrichtungen nahmen daran teil. Gisela Mayer (Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden) führte mit einem Vortrag über Werte aus philosophischer Sicht in das Thema ein. Günther Gugel (Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.) sprach über Grundlagen der Wertevermittlung und und stellte sechs konkrete Zugänge vor.
Vier Jugendliche präsentierten das Werteprojekt LebensWert der Mobilien Jugendarbeit Winnenden.
Das Fachgespräch wurde vom Projekt Lebenslinien / Kreisjugendring Rems-Murr e.V. in Kooperation mit dem Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. durchgeführt.
Nach dem Amoklauf in Winnenden, am 11.3.2009 wurde vom Landtag von Baden-Würrtemberg ein Sonderausschuss “Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen – Jugendgefährdung und Jugendgewalt” eingesetzt. Dieser Ausschuss legte nun seinen Abschlussbericht vor.Der Sonderausschuss gelangte während seiner Arbeit zu der Erkenntnis, dass einzelne isolierte Maßnahmen nicht ausreichend sein können, sondern dass tief greifende Präventionsmaßnahmen erforderlich sind. Im Kern steht die Erkenntnis, dass ein enges Miteinander von Schulen, Eltern und Gesellschaft notwendig ist, damit an den Schulen des Landes eine Kultur des Vertrauens der Anerkennung und des Zuhörens gelebt werden kann.
Pressemitteilung als PDF-Dokument: pm-14-rs.pdf
Bericht der Expertenkreises Amok vom 29.9.2009.
Dieser Podcast ist ein Mitschnitt des Vortrags von Prof. Dr. Christoph Scheilke über Werteerziehung und Gewaltprävention. Der Vortrag wurde im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Projektes Lebenslinien am 5.2.2010 in Winnenden gehalten.
Lebenslinien ist ein Modellprojekt Kreisjugendring Rems-Murr e.V. Das Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. ist Projektpartner und beratend, begleitend und qualifizierend tätig.
Podcast zum Dowload: scheilke_werte.mp3
Fair Play for Fair Life. Aktionszeitung zur Fußballweltmeisterschaft 2010.
Bunt, frech, jugendgerecht – so ist die neue Ausgabe der Aktionszeitung „Fair play for Fair Life“, die „Brot für die Welt“ veröffentlicht hat. Die Aktionszeitung bietet spannende und kritische Informationen über die Austragungsorte der Weltmeisterschaft und berichtet darüber, wie Jugendliche in Südafrika leben. Kurze Reportagen und Interviews geben Einblicke in faszinierende Projekte.
Brot für die Welt (Hrsg).: Fair Play for Fair Life. Aktionszeitung zur Fußballweltmeisterschaft 2010. Konzeption: Uli Jäger, Institut für Friedenspädagogik. Kostenlos (auch in größerer Stückzahl). Berliner Format, 315×470, 16 Seiten, farbig, kostenlos.
Hier können Sie die Aktionszeitung kostenlos beziehen.
Lernzirkel Südafrika. Globales Lernen anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2010.
Der Lernzirkel Südafrika besteht aus sechs Modulen, die auch unabhängig voneinander im Unterricht umgesetzt werden können. Jedes Modul enthält vielfältige Textdokumente, Karten, Schaubilder und Videosequenzen und bietet unterschiedliche Methoden an, um sich unter Aspekten des Globalen Lernens mit dem Land, seinen Jugendlichen und der Rolle des Fußballs auseinanderzusetzen.
Uli Jäger / Nadine Heptner: Lernzirkel Südafrika. Tübingen / Ostfildern 2010, 64 Seiten, vierfarbig, broschiert, DVD beiliegend. Schutzgebühr: 10,00 Euro.
Hier können Sie den Lernzirkel bestellen.
Am 5./6. März 2010 startet in Winnenden das Modellprojekt Lebenslinien. Das Institut für Friedenspädagogik hat dieses Projekt mit entwickelt, berät und begleitet es und engagiert sich im Bereich der Qualifizierung und Materialentwicklung.Lebenslinien ist ein Projekt zur Gewaltprävention. Gemeinsam mit Jugendlichen und Erwachsenen wird dem Thema Gewalt als Phänomen begegnet, das alle betrifft und sich nicht nur an Einzelfällen festmacht. „Lebenslinien“ fußt auf vier Säulen, die sich mit den Begriffen kapieren, koordinieren, informieren und ausprobieren beschreiben lassen.
‘Projekt Lebenslinien startet’ weiterlesen
15 Lehramtsanwärterinnen und -anwärter des staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschulen) Freudenstadt besuchten am 26.2.2010 das ift.
Neben einer Einführung in die Grundlagen von Friedenspädagogik stellte Günther Gugel Prinzipien der Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention im Kontext von Schulen vor.
Dieser Podcast dokumentiert den Bericht des ehemaligen nordirischen Untergrundkämpfers Joe Doherty über seinen Weg in die Gewalt und wie er erkannte, dass Gewalt eine Sackgasse war. Joe Doherty sprach im Rahmen der Ausstellungseröffnung Peace Counts in Schorndorf, am 22.2.2010.
Die Ausstellung wurde veranstaltet vom Kreishaus der Jugendarbeit Rems-Murr in Zusammenarbeit mit dem Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. und Peace Counts.
Podcast zum Download: joe_2010.mp3
Alle ift Podcasts.
Das Institut für Friedenspädagogik sucht ab sofort eine studentische Hilfkraft. Das Tätigkeitsfeld umfasst die Mitarbeit in Organisation und Verwaltung (Versand, Bibliothek) sowie die Mitarbeit bei der Betreuung des Internetangebotes und bei der Erstellung von audio-visuellen Medien. Erwartet werden gute Kenntnisse im Umgang mit CMS und EDV.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen bitte an das ift: kontakt@friedenspädagogik.de
Soeben wurde der Artikel von Uli Jäger über Bildungsarbeit und Friedenserziehung in Post-Konfliktgesellschaften im online-Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht.
Bildung und Erziehung haben in Post-Konfliktgesellschaften einen hohen Stellenwert. Sie helfen, Mauern und Feindbilder in den Köpfen zu überwinden, um aus Gewaltspiralen aussteigen zu können.
Wenn die Waffen schweigen, ist der Frieden noch längst nicht gewonnen. Große Herausforderungen sind zu bewältigen, damit auf dem Boden des prekären Friedens in Post-Konfliktgesellschaften nicht neue Gewalt entsteht. Die Neuausrichtung des formalen und nicht-formalen Bildungsbereichs zielt auf die Überwindung der Feindbilder und Mauern in den Köpfen. Gewaltverherrlichende, diskriminierende und die (Konflikt-)Geschichte einseitig darstellende Schulbücher müssen überarbeitet, neue Curricula entwickelt und Lehrpersonal ausgebildet werden.
Den gesamten Beitrag können Sie hier lesen.