Eine Gruppe isrealischer, palästinensischer und deutscher Jugendlicher war am Freitag, 24. Juli 2009 im Georg-Zundel-Haus zu Gast. Einen Tag lang beschäftigten sie sich gemeinsam mit Mitarbeitern des ift mit Visionen und Bedeutungen von Frieden sowie mit der Eskalation und Möglichkeiten der Deeskalation von Konflikten. Gemeinsam konnte der Frage nachgegangen werden, welche Rolle eine Dritte Partei bei der Deeskalation spielt und welche Handlungsmöglichkeiten Personen haben, die in einem Konflikt involviert sind. Die kritische Überprüfung der wissenschaftlichen Definition von Frieden angesichts der alltäglichen Konfliktsituation im Nahen Osten stand dabei im Zentrum. Die gemeinsame Arbeit im Plenum und in Kleingruppen bot einen Raum für rege Diskussionen und Meinungsaustausch. Die palästinensischen und israelischen Jugendlichen sind insgesamt 10 Tage lang bei ihren deutschen Austauschpartnern in Esslingen untergebracht. Seit einigen Jahren gibt es bereits diesen Austausch, der vom Hochschulpfarramt Esslingen initiiert und durchgeführt wird.
Im Arena Verlag ist mit unter dem Titel „ Leben für den Frieden. Berühmte Menschen gegen Krieg und Gewalt im Porträt“ ein neues Buch über erschienen. In kurzen Erzählungen werden Klassiker der Gewaltfreiheit wie Bertha von Suttner, Mohandas Ghandi oder Martin Luther King beschrieben, aber auch aktuelle Friedensaktivistinnen wie Schirin Ebadi. Autor ist Andreas Venzke. Das Vorwort hat Uli Jäger, ift, geschrieben.
Im Norden Sri Lankas sind nach dem offiziellen Ende des Bürgerkrieges derzeit hundertausende Tamilen unter unmenschlichen Bedingungen interniert. Mitarbeiter und Freunde des Instituts für Friedenspädagogik haben spontan die Flüchtlingsarbeit der Nichtregierungsorganisation SEED mit einer Spende unterstützt. Gründer von SEED ist P. N. Singham. Das ift steht (über das Projekt Peace Counts) seit Jahren in Kontakt mit Singham.
“Schweigen ist Mittäterschaft” Wenn wie in Berlin-Friedrichshain ein Mensch von Nazis verprügelt wird, kann man auch in der Minderzahl helfen, erklärt der Gewaltexperte Günter Gugel.
taz: Herr Gugel, vier Männer schlagen das Opfer so lange, bis es bewusstlos wird. Die ZeugInnen rufen die Polizei, greifen selbst nicht ein. War das richtig?
Günther Gugel: Es war richtig, die Polizei zu rufen. Solche Situationen sind immer emotional aufgeheizt und mobilisieren Ängste. Sie erfordern aber ein sofortiges Handeln. Das setzt bestimmte Kenntnisse und Selbstsicherheit voraus.
‘taz Interview’ weiterlesen
Abschlussveranstaltung im Rahmen der Vorlesung „Deutschland/EU in der internationalen Politik“ von Prof. Dr. Volker Rittberger
„Rückblick auf 20 Jahre Deutschland/EU in der internationalen Politik“
Begrüßung und Einführung von Prof. Dr. Volker Rittberger
Mit Gastbeiträgen von
- Prof. Dr. Michael Zürn (Hertie School of Governance/Berlin): „Deutsche Außenpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit“
- Prof. Dr. Peter Mayer (Universität Bremen): „Deutsche Außenpolitik und internationale Interventionen“
- Prof. Dr. Frank Schimmelfennig (ETH Zürich): „Die EU – Eine normative Macht?“
Datum: Mittwoch, 22.07.2009, 15 c.t. – 17 Uhr
Ort: HS 24, Kupferbau, Universität Tübingen
Informationen zu den Gastbeiträgen:
‘Abschlussveranstaltung am 22.7.2009′ weiterlesen
In den letzten Wochen besuchten insgesamt 20 Schulklassen die Ausstellung “Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher”, die in den Räumen des Instituts für Friedenspädagogik aufgebaut war. Die Bandbreite reichte dabei von Sonderschulen bis zu Berufsschulen und Gymnasien und von der 8. bis 13. Klassenstufe.
Der Ausstellungsbesuch war jeweils verbunden mit Workshops, in denen sich die Schüler beispielsweise mit dem Verlauf von Konflikten, mit Fairplay, oder mit menschlichen Bedürfnissen als Konfliktursache, beschäftigen konnten. Betreut wurden diese Workshops ehrenamtlich von Studenten der Universität Tübingen und Mitarbeitern des Instituts. Die Betreuer stießen bei vielen Schülern auf ein enormes Interesse und es wurden viele spannende Diskussionen geführt und Denkanstösse auf beiden Seiten gegeben. Vielfach konnten die Workshops gut an die Lebensrealität der Jugendlichen anknüpfen, so dass die Schüler einen konkreten Zugang zu den Inhalten finden konnten.
Nach dem Kloster Denkendorf im letzten Jahr war dies die 10. Station von Peace Counts school in Deutschland.Die nächste Station wird vom 15. Juli bis 30. September in der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg stattfinden und dort ebenfalls von Studenten betreut werden.