Diese Video-DVD dokumentiert Vorträge und Interviews von und mit Prof. Dr. Sven Güldenpfennig und Prof. Dr. Gunter A. Pilz vom 23.9.2008 in Tübingen im Rahmen eines Fachgesprächs, das vom Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. und der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, Sektorvorhaben Bildung und Konfliktbearbeitung veranstaltet wurde.
Fußball kann eine bedeutende Rolle für Prozesse der Friedensförderung spielen. Sven Güldenpfennig und Gunter A. Pilz reflektieren und diskutieren die Bedigungen und Probleme aus sportwissenschaftlicher Sicht.
Prof. Dr. Sven Güldenpfennig, Sport und Kulturwissenschaftler in Aachen, plädiert dafür, den Sport nicht mit zu hohen Erwartungen zu überfrachten. Vieles, was Fußball „von außen“ zugeschrieben werde, gehöre aus sportwissenschaftlicher Sicht nicht zum eigentlichen Sinne des Sporttreibens. Über den Spaß am gemeinsamen Sport und dern geregelten Wettkampf eröffnen sich Zugänge zu Werten wie Fair Play und Gewaltfreiheit.
Prof. Dr. Gunter A. Pilz, Lehrstuhl für Sportsoziologie an der Universität Hannover, zeigt anhand seiner empirischen Untersuchungen, wie in der Sportpraxis, vor allem im Vereinssport, massiv gegen die Grundwerte von Fairness und Gewaltfreiheit verstoßen wird. Sieg oder Niederlage im Spiel werden häufig zu Symbolen ethnischer Über- oder Unterlegenheit, Fußball wird so zum Anlass für symbolische Konfliktaustragungen.
Fußball, Fair Play und Friedensförderung. DVD-Video, 110 Min. © 2008, Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.; Redaktion: Günther Gugel, Uli Jäger; Interviews: Günther Gugel; Produktion: wingert-film. ISBN 978-3-932444-33-3, 15,00 Euro.
Diese Video-DVD dokumentiert die Preisverleihung des Hans-Götzelmann-Preises für Streitkultur vom 25.10.2008.
Im Rahmen einer „Jugend-Gala für Streitkultur“ im Landestheater Tübingen wurde zum vierten Mal der Hans-Götzelmann-Preis für Streitkultur verliehen. Die Jugend-Gala fand in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg und dem Jugendgemeinderat der Stadt Tübingen statt.
Der 1. Preis in der Altersstufe 14-21 Jahre ging an den Box-Club Nordend e.V., Offenbach. Der 2. Preis wurde an das Projekt “OPFERPOPP” des Thalia Theaters Halle verliehen. In der Altersstufe bis 14 Jahre erhielt das Projekt “Kinder haben Rechte” der Grundschule Süd Landau/Pfalz den Anerkennungspreis.
An der Veranstaltung nahmen u.a. auch Tübingens Erster Bürgermeister, Michael Lucke, Rainer Arnold MdB und Winne Hermann MdB teil. Das musikalische Rahmenprogramm wurde von der creme fresh crew, München gestaltet.
Jugend für Streitkultur. DVD-Video, 120 Min. Produktion: wingert-film. Musik: creme fresh crew.
© 2008, Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V., 15,00 Euro. Bezug über das Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. , ISBN 978-3-932444-34-0
Lynn Davies: Der Beitrag öffentlicher Bildungseinrichtungen zur Gewaltlosigkeit in Krisensituationen.
Vortrag im Rahmen der Tagung “Friedenspädagogische Analysen zur Gewalt und aktuelle Handlungsansätze. 18./19.11.2008 in München.
Dieser Aufsatz untersucht, welche Möglichkeiten Schulen offen stehen, um gewalttätige oder extreme Konfliktlösungen in Frage zu stellen bzw. durch friedlichere zu ersetzen. Paradoxerweise setze ich dabei weniger auf Friedenspädagogik, als auf individuelle Rechte, politische bzw.Staatsbürgerschaftserziehung, Geschlechterbeziehung, wieder gutmachende Gerechtigkeit (restorative justice) und kritisches Denken - besonders im religiösen Kontext.
‘Vortrag von Lynn Davies’ weiterlesen
Gedanken und Lieder für den Frieden.
Der Fachjournalist Andreas Zumach fordert Rückzug amerikanischer Soldaten aus Irak und Afghanistan
Für einen politisch-kulturellen Spätnachmittag sorgten der Journalist Andreas Zumach und der chilenische Liedermacher Sergio Vesely am Sonntag im Evangelischen Gemeindezentrum Rottenburg.
„Frieden riskieren“ lautet das Motto der 29. ökumenischen Friedensdekade, die bundesweit von Kirchengemeinden und Friedensgruppen organisiert wird. Am Sonntagabend hatten das Institut für Friedenspädagogik Tübingen und die evangelische Kirchengemeinde Rottenburg Zumach und Vesely eingeladen.
Andreas Zumach arbeitet als freier Journalist in Genf. Er ist Experte für Völkerrecht und die Entwicklung internationaler Organisationen. „Was kann der neue Präsident Barack Obama tun?“, fragte er in seinem Vortrag. Er nannte als kurzfristig wichtige Ziele für Amerikas Politik die ökologische Modernisierung des Landes sowie intensive Förderung der regenerativen Energien. Pläne und Ideen gebe es genug, nur an der Umsetzung fehle es. Des Weiteren sollten in den Vereinigten Staaten die marode Verkehrsinfrastruktur sowie der öffentliche Nah- und Fernverkehr ausgebaut werden.
‘Frieden riskieren’ weiterlesen
Frieden riskieren. Sonntag, 16.11.2008, 17.00 - 19.00 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum Kirchgasse in Rottenburg /Neckar. Eindrücke und Analysen, Erfahrungen, Lieder und Gedichte mit Andreas Zumach, Journalist und Sergio Vesely, Liedermacher und Schriftsteller. Eine Veranstaltung im Rahmen der Friedensdekade 2008.
Veranstalter: Institut für Friedenspädagogik Tübingen, Evangelische Kirchengemeinde Rottenburg; Domgemeinde St. Martin; Veranstaltungskreis Friedensdekade Rottenburg.
Unter dem Titel “Was hat Afghanistan mit mir zu tun?” findet am 4./5. Dezember 2008 eine friedenspädagogische Fachtagung für Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe I und II aller Schulformen und pädagogische Fachkräfte im Landesinstitut, Felix-Dahn-Straße 3, 20357 Hamburg statt.
Flyer zur Fachtagung: flyer-friedenspad_a4-pad-fachkrafte.pdf
Liebe Kolleginnen und Kollegen,neue Formen internationaler Konflikte und andauernde gesellschaftliche Gewalt beunruhigen Kinder und Jugendliche ebenso wie Pädagoginnen und Pädagogen. Das öffentliche Interesse an friedenspädagogischem Denken und Handeln wächst. In einer Welt, in der auf globaler und lokaler Ebene ein friedliches und gewaltloses Zusammenleben alles andere als selbstverständlich ist, droht die Gefahr, dass brachiale und militärische Maßnahmen zunehmend als unabänderlich und „normal“ hingenommen werden. Allein die noch vor wenigen Jahren undenkbare Zahl der Selbstmordattentate islamistischer Gewalttäter schafft schon durch ihre Medienpräsenz ein Klima, in dem Misstrauen gegen Fremdes und Ausländerfeindlichkeit geschürt wird, alte Feindbilder belebt und neue geschaffen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.