Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. Blog

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Archiv für Mai 2008

20 Schulklassen bei Peace Counts school

p1070508_200.jpgAls Pädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung Peace Counts im Kloster Denkendorf (16.5.-13.6. 2008) werden für Schulklassen und Gruppen Workshops angeboten.  

20 Schulklassen aller Schularten haben sich inzwischen angemeldet. Durchgeführt wird das Programm von speziell ausgebildeten Studentinnen und Studenten der Universität Tübingen. Die Lernarrangements in Form eines Lernzirkels bieten für die Schülerinnen und Schüler vielfältige Möglichkeiten,sich mit den Fragestellungen und angebotenen Materialien selbstständig zu beschäftigen und eigenständige Antworten zu finden. Die Fotos werden dazu zu Ausgangspunten für Erkundungsreisen zu den Projekten und den damit verbundenen Botschaften.  

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Joe Doherty in Denkendorf

p1070830joe_200.jpg120 Besucherinnen und Besucher waren am 26. Mai 2008 ins Kloster Denkendorf zur Eröffnung der Ausstellung Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher gekommen.

Weltweit gibt es gelungene Ansätze von Frieden machen. Peace Counts hat vierzig dieser zivilgesellschaftlichen Initiativen in faszinierenden Reportagen dokumentiert. Zehn davon sind in der Ausstellung zu sehen. Michael Gleich, Journalist und Initiator von Peace Counts berichtete anschaulich, warum und wie diese Reportagen entstanden. Das besondere an den Fotos und die spezifische Art Peace Counts Projekte zu fotografieren erläuterte Fotograf Uli Reinhard.

Der Gast des Abend war Joe Doherty, Ex-Terrorist aus Nordirland, der nach 22 Jahren Gefängnis Sozialarbeiter in einem Jugendlub in Belfast wurde und heute entlassene Strafgefangene betreut.

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Olympialand China

themenblatter_china.jpgUli Jäger: Olympialand China. Themenblätter im Unterricht Nr. 69. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2008.

Bezug über die Bundeszentrale für politische Bildung. Bestellnummer 5962

Seitdem das IOC die Durchführung der Olympischen Spiele 2008 an Chinas Hauptstadt Peking vergeben hat, wird diskutiert, ob diese Wahl klug war. Die Menschenrechtssituation im bevölkerungsreichsten Land der Welt und die Ereignisse rund um den Tibet-Konflikt stellen Fragen nach einem Boykott der Spiele oder dem Wert für die Lage der Menschenrechte in den Mittelpunkt.

Die Themenblätter greifen diese Fragen auf und regen im Zeichen des sportlichen Großereignisses zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem “Olympialand China” an. Neben der Menschenrechtsfrage im Spiegel der Olympischen Idee steht eine länderkundliche Betrachtung Chinas im Vordergrund.

PDF-Version (farbig: 1.853 KB): 66zom4.pdf

 

 

Tübinger Kulturnacht - ift ist dabei

kulturnacht_200.jpg2. Tübinger Kulturnacht am Freitag 6. Juni 2008 ab 19.00 Uhr. In dieser 2. Tübinger Kulturnacht finden 100 Veranstaltungen in Tübingen statt. Das Institut für Friedenspädagogik ist die ganze Nacht geöffnet und zeigt die Ausstellung “Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher mit Fotos, Videos, Informationen und Animationen.”

Ort: Georg-Zundel-Haus, Corrensstr. 12, 72076 Tübingen.  www.kulturnacht-tuebingen.de

Eröffnung der Ausstellung Peace Counts

pc_plakat_denkend_200.jpgAusstellungseröffnung Peace Counts – Die Erfolge der Friedensmacher

Sonntag, 25. Mai 2008, 18.00 Uhr, Kloster Denkendorf, Reuchlinsaal

Die Ausstellung ist vom 26. Mai bis zum 14. Juni in der Pfarrscheune im Kloster Denkendorf zu sehen.

Für Schulklassen und Gruppen wird ein pädagogisches Begleitprogramm angeboten.  

 

Programm 

Begrüssung: Benjamin Boy, Haus Abraham e.V.

Grußwort: Bürgermeister Peter Jahn, Denkendorf

Einführung: Michael Gleich, Koordinator Peace Counts

Frieden fotografieren: Uli Reinhardt, Agentur Zeitenspiegel

Wie man Frieden macht: Joe Doherty, Nordirland, im Gespräch mit Michael Gleich

Peace Counts School: Günther Gugel, Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

Musik: Sergio Vesely, Gitarre

 

Weitere Informationen über Peace Counts School finden Sie hier

Eine Veranstaltung des Vereins Haus Abraham e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. und dem Peace Counts project 

 

Peace Counts on Tour auf den Philippinen

philippinen-peace-counts.jpgFriedenspädagogik auf den Philippinen: Das Institut für Friedenspädagogik setzt im Rahmen des Projektes „Peace Counts on Tour“ seine Arbeit in Konflikt- und Krisenregionen fort. Ziel ist Mindanao, die südlichste der drei großen philippinischen Inseln.

Nach erfolgreicher Durchführung des Projektes in Sri Lanka (2007), Mazedonien (2007) und Côte d’Ivoire (2008) sind die Philippinen die vierte Station für „Peace Counts on Tour“. Jasna Bastic und Monica Davis (ift) sowie Tilman Wörtz (Zeitenspiegel) und Paul Hahn (laif) werden vom 22. Mai bis 1. Juni 2008 in Davao City die Ausstellung „Peace Builders around the world” betreuen und friedenspädagogische Workshops u.a. mit Journalisten, Lehrern und Schülern leiten. Partner ist die Aktion „Brot für die Welt“ sowie deren verschiedene lokale Partnerorganisationen.

Das Projekt „Peace Counts on Tour“ wird gefördert vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) und vom Auswärtigen Amt.

Weitere Informationen über Peace Counts on Tour finden Sie hier.

Englische Informationen über Peace Counts on Tour finden Sie hier.

Pressemitteilung: Vergabe des Jugendpreises für Streitkultur 2008

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MIT BOXEN, THEATER UND SCHULKULTUR GEGEN GEWALT, VERGABE DES JUGENDPREISES FÜR STREITKULTUR 2008

Tübingen, 5. Mai 2008:

Mit fairem Boxen, einer konfliktorientierten Theaterinszenierung und Demokratie an der Schule zeigen die diesjährigen Preisträger des Jugendpreises der Berghof Stiftung für Konfliktforschung vorbildlich, wie Kinder und Jugendliche Streitkultur leben und Zeichen gegen Gewalt setzen.

„Hart aber fair“ heißt das Motto des Box-Club Nordend e.V., der im Jahr 2004 gegründet wurde. Heute besuchen zwischen 60-70 Jugendliche regelmäßig die Trainings. Dort geht es nicht in erster Linie um sportliche Fitness und Erfolge, sondern vor allem um Wege aus der Gewalt und um die Vermittlung von Konfliktfähigkeit. Boxen als Einstieg in Streitkultur erscheint deshalb nur auf den ersten Blick paradox. Durch die gemeinsame Erfahrung von Respekt und Fair Play und durch klare Regeln lernen die jungen Leute erfolgreich, Konflikte im Alltag verbal anstatt mit Gewalt zu lösen.

OPFERPOPP ist der Titel eines unkonventionellen Theaterprojektes mit jugendlichen Laiendarstellern, das vom Thalia Theater Halle konzipiert und realisiert wurde. Im Mittelpunkt des Stücks stehen jugendliche Außenseiter, die als „schwierig“ gelten, und angeblich keine Werte oder moralischen Normen haben. Die Gruppe der Schauspielerinnen und Schauspieler ist heterogen. Unterschiedliche Bildungsniveaus, soziale Herkunft und Szenenzugehörigkeit treffen aufeinander. In einem konfliktreichen Prozess werden Skepsis und Vorurteile abgebaut. Die Jugendlichen entwickeln Konfliktlösungsstrategien und lernen Spannungen auszuhalten. Vierzehn umjubelte Aufführungen sind der sichtbare Erfolg.

„Partizipation und Verantwortung“ lautet das Leitbild an der 2001 gegründeten Grundschule Süd Landau. Von Anfang an war es dem Kollegium ein Anliegen, Demokratie, Menschenwürde und soziales, respektvolles Zusammenleben zu fördern. Durch das Ausprobieren verschiedener Ideen hat sich an der Grundschule Süd eine beispielhafte demokratische Schulkultur etabliert. Klassenrat, Abgeordnetenversammlungen und Kinderrechtsprojekte gehören zum Alltag der Schule.

Der Preis ist insgesamt mit 5.000.– EUR dotiert. Die Preisverleihung findet am 25. Oktober 2008 im Rahmen einer „Jugend-Gala für Streitkultur“ in Tübingen statt (Landestheater Tübingen, Großer Saal. Beginn: 19.00 Uhr; in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg und dem Jugendgemeinderat der Stadt Tübingen).

Mehrere Informationen über den Hans-Götzelmann-Preis finden Sie hier.

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1. Preisträger des Hans-Götzelmann-Preises: Box-Club Nordend e.V.

Box-Club Nordend e.V.

1. Preis, Altersgruppe 14 bis 21 Jahre
Preis: 2.500,00 EUR

Streitkultur durch Boxtraining

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„Hart aber fair“ heißt das Motto des Box-Club Nordend e.V., der im Jahr 2004 gegründet wurde. Heute besuchen zwischen 60-70 Jugendliche regelmäßig die Trainings. Dort geht es nicht in erster Linie um sportliche Fitness und Erfolge, sondern vor allem um Wege aus der Gewalt und um die Vermittlung von Konfliktfähigkeit.

Das ungewöhnliche Sportangebot nehmen hauptsächlich männliche Jugendliche im Alter von 12 bis 22 Jahren wahr. Doch auch Mädchen können jeder Zeit mittrainieren und sie nutzen diese Möglichkeit immer häufiger. Die meisten Teilnehmer haben einen Migrationshintergrund und viele waren noch nie Mitglied in einem Verein. Fast alle dieser Jugendlichen haben Erfahrung mit körperlicher Gewalt – sei es als Täter oder sei es als Opfer. Doch die Trainings stehen für alle Interessierten offen. Durch eine größtmögliche Heterogenität der Gruppen sollen Toleranz und Verständnis für andere gefördert werden. Ein respektvoller Umgang wird von den Sozialarbeitern und Trainern – viele arbeiten ehrenamtlich mit – konsequent vorgelebt. Herkunft, Religion und Alter sind im Box-Club gleichgültig. Jeder ist wichtig und wird ernst genommen. Voraussetzung ist die Bereitschaft, regelmäßig am Training teilzunehmen. Wer nicht kommen kann, muss sich vorher abmelden; wer Gewalt im Alltag anwendet, wird sofort aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Gezielte Partnerarbeit während der Übungen lehrt Kooperation, Hilfsbereitschaft und Rücksicht auf Schwächere. Durch die gemeinsame Erfahrung von Respekt und Fair Play und durch die klaren Regeln lernen die jungen Leute Konflikte im Alltag verbal anstatt mit Gewalt zu lösen.

Mehrere Informationen über den Hans-Götzelmann-Preis finden Sie hier.

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2. Preisträger des Hans-Götzelmann-Preises: Thalia Theater Halle

Thalia Theater Halle - Projekt OPFERPOPP

2. Preis, Altersgruppe 14 bis 21 Jahre
Preis: 1.125,00 EUR

Konfliktfähigkeit und Selbstvertrauen durch Theater

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OPFERPOPP ist der Titel eines unkonventionellen Theaterprojektes mit jugendlichen Laiendarstellern, das vom Thalia Theater Halle konzipiert und realisiert wurde. Zielgruppe des Projekts waren Jugendliche, deren Eltern in der DDR aufgewachsen sind und Probleme haben, die radikalen Umbrüche nach 1989 zu bewältigen und neue Perspektiven zu gewinnen. Die Jugendlichen stehen häufig unter der Last die Verantwortung für ihre Eltern übernehmen zu müssen und fühlen sich alleingelassen. Ein Theaterstück sollte dieser manchmal als „wertelos und verroht“ beschriebenen Jugend ein Sprachrohr geben und auf ihre Schwierigkeiten aufmerksam machen. Das Projekt stand unter der Regie von Mirko Borscht, der in einem langwierigen Castingprozess jugendliche Laiendarsteller aus dem sozialen Brennpunkt Halle Silberhöhe auswählte. Außerdem beteiligten sich Mitglieder des Jugendtheaterclubs. Der Schauspieler Christian Bayer und das Team des Thalia Theater Halle begleiteten Mirko Borscht und die Jugendlichen. Mit der Bildung der Gruppe startete ein harter siebenmonatiger Prozess, der durch viele Höhen und Tiefen, Widrigkeiten und Erfolg, Kritik und Anerkennung gekennzeichnet war, und an dessen Ende ein gelungenes Theaterprojekt stand. OPFERPOPP wurde vierzehn Mal vor begeistertem Publikum aufgeführt.

Im Mittelpunkt des Stücks stehen jugendliche Außenseiter, die als „schwierig“ gelten, und angeblich keine Werte oder moralischen Normen haben. Es basiert auf den Texten des surrealen Melodrams „Monsiuer Laurants Baby“ von Roland Topor. Zentraler Bestandteil der Arbeit mit den sozial schwachen Jugendlichen war es, ihre ganz persönlichen Geschichten, Alltagserfahrungen und subjektiven Wahrnehmungen zu integrieren. Mit dem Projekt sollte das scheinbar brutale und asoziale Verhalten der jugendlichen Außenseiter, und deren Wechselwirkung mit Medien und Gesellschaft thematisiert werden.

Mehrere Informationen über den Hans-Götzelmann-Preis finden Sie hier.

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3. Preisträger des Hans-Götzelmann-Preises: Grundschule Süd Landau

Grundschule Süd Landau - Projekt “Kinder haben Rechte”

2. Preis, Altersgruppe bis 14 Jahre, keine Vergabe eines ersten Preises
Preis: 1.125,00 EUR

Demokratische Streitkultur für Kinder

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„Partizipation und Verantwortung“ lautet das Leitbild an der 2001 gegründeten Grundschule Süd Landau. Von Anfang an war es dem Kollegium ein Anliegen, Demokratie, Menschenwürde und soziales, respektvolles Zusammenleben zu fördern. Durch das Ausprobieren verschiedener Ideen hat sich an der Grundschule Süd eine beispielhafte demokratische Schulkultur etabliert.

Jedes Halbjahr finden an der Schule zwei Demokratietage zu Themen wie Kommunikation, Konfliktstrategien und Partizipation statt. Klassenstufenspezifisch werden dann diese Fähigkeiten spielerisch erprobt. Die demokratischen Werte kommen aber nicht nur an den Demokratietagen zum Einsatz, sondern werden konsequent im Schulalltag gelebt. In jeder Klasse findet wöchentlich ein Klassenrat statt, in dem von den Schülern vorgeschlagene Themen diskutiert und Projekte entwickelt werden. Beispielsweise äußern Schüler ihre Frustration darüber, dass viele Eltern die Park- und Verkehrsregeln vor dem Schulgebäude nicht einhalten, und somit oft gefährliche Situationen für die Kinder entstehen. Der Klassenratschef leitet die Diskussion und nimmt die Kinder in der Reihenfolge der Meldungen dran. Ab der zweiten Klasse findet der Klassenrat sogar ohne Unterstützung der Lehrerin statt.

Mehrere Informationen über den Hans-Götzelmann-Preis finden Sie hier.

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