Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. Blog

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Archiv für Januar 2008

Interview mit Dr. Sonnenschein Podcast - Englisch

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Hier finden Sie einen neuen Podcast von einem Interview mit Dr. Nava Sonnenschein vom September 2007. 1979 gründete sie die School for Peace in Neve Shalom / Wahat al Salam. Dort treten jüdische und arabische Israelis in einen inszenierten und angeleiteten Dialog. Die Dialog-Arbeit mit Konfliktgruppen wird inzwischen weltweit als Modell gelungener Begegnungsarbeit verstanden.

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Neue DVD, Im Geiste der Menschlichkeit

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Im Geiste der Menschlichkeit
Konzeption und Interview: Günther Gugel, Sprecherin: Katja Abt, Produktion: wingert-film.
DVD-Video, 120 Min.
© 2008, Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.
ISBN: 978-3-932-444-28-9

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Die Erstellung dieser DVD wurde gefördert von der Berghof Stiftung für Konfliktforschung.

Diese Video-DVD enthält den Vortrag von Horst-Eberhard Richter “Ist die seelische Krankheit Friedlosigkeit heilbar?”, den er am 18.11.2007 im Landestheater Tübingen im Rahmen einer Veranstaltung des Instituts für Friedenspädagogik gehalten hat. Des Weiteren ist ein Gespräch vom 5.12.2007 über seine Motivation für sein Engagement sowie seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus seiner Arbeit für den Frieden dokumentiert.

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Jugendgewalt

Zur Vorbereitung der 185. Innenministerkonferenz am 7.12.2007 hat eine länderübergreifende Arbeitsgruppe eine Studie mit dem Titel „Entwicklung der Gewaltkriminalität junger Menschen mit einem Schwerpunkt auf städtischen Ballungsräumen“ erstellt. Diese Studie präsentiert den aktuellen Erkenntnisstand zur Jugendgewalt aus polizeilicher und kriminologischer Sicht.

Die Studie als PDF-Datei zum Download unter Punkt 16 der Materialien zur 186 Sitzung der Innenminister:Materialien zur 186. Sitzung der Innenminister

Das Fazit der Studie:„Es sind derzeit keine gesicherten Aussagen zu den Fragen möglich, ob die Jugendgewaltkriminalität in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg zeigt oder nicht und wie sich dieser Phänomenbereich zukünftig entwickeln wird. Die Hellfelddaten der Polizeilichen Kriminalstatistik zeigen hier klar steigende Zahlen, sowohl bei den Fallzahlen wie bei den Tatverdächtigenzahlen. Der sich hier abbildende Anstieg der Kriminalität wird durch die überwiegende Einschätzung aus der polizeilichen Sachbearbeitungspraxis bestätigt, die tendenziell ebenfalls eher einen Anstieg erkennt. Es ist aber nicht sicher zu bewerten, ob die Einschätzung der Sachbearbeiter hier nicht eher die steigenden Vorgangszahlen nachvollzieht. Dem klaren Aussagegehalt der Polizeilichen Kriminalstatistik stehen die Erkenntnisse aus kriminologischen Forschungen, insbesondere Dunkelfeldforschungen entgegen. Sie erkennen zwar die steigenden Fall- und Tatverdächtigenzahlen im Hellfeld an. Aufgrund der Daten zu selbst berichteter Delinquenz und Opferwerdung kommen sie aber zu dem Schluss, es sei kein tatsächlicher Anstieg der Gewaltkriminalität junger Menschen, sondern eine vorrangig aufgrund steigender Anzeigebereitschaft zunehmende Aufhellung des Dunkelfeldes die Ursache für diese Zahlen.“ (…)

„Auch hinsichtlich der Schwere der Gewaltdelikte ist keine eindeutige Aussage möglich. (…) 
Die Arbeitsgruppe hat festgestellt, dass in vielen Bereichen Informationen über den Bereich der Jugendgewaltkriminalität nur rudimentär vorliegen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik gibt derzeit lediglich einige Grundinformationen zu diesem Kriminalitätsfeld. Insbesondere Angaben zu den Tatorten, den Tatzeiten, den Tatmitteln, den Opfer-Tatverdächtigen-Beziehungen, zur Tatschwere, zu Intensivtätern, zu Tatverdächtigen mit Migrationshintergrund sind derzeit gar nicht oder nur aufgrund unterschiedlicher Erhebungen in einzelnen Ländern bzw. einzelner regionaler Auswertungen vorhanden.“

Bund-Länder-AG: „Entwicklung der Gewaltkriminalität junger Menschen mit einem Schwerpunkt auf städtischen Ballungsräumen. Bericht zur IMK-Herbstsitzung 2007. Berichtsstand 16. November 2007, S. 24 f.

Friedenspädagogik in Konflikt- und Kriegsregionen

„Friedenspädagogik in Konflikt- und Kriegsregionen“ ist der Titel eines Artikels, den Uli Jäger für eine Publikation der Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung erstellt hat. Der Beitrag erscheint in: Grasse Renate / Nolte, Wilhelm / Schlotter, Peter (Hrsg): Berliner Friedenspolitik? Militärische Transformation – zivile Impulse – europäische Einbindung. AFK Friedensschriften, Band 34. Nomos Verlagsgesellschaft,
Baden-Baden 2008.

Hier können Sie den neuen Artikel lesen oder herunterladen.

Global Lernen 3/2007 erschienen

gl_3_07_titel.jpgDie aktuelle Ausgabe von “Global Lernen” beschäftigt sich mit dem Thema “Humanitäre Interventionen”. Die Zeitschrift “Global Lernen” wendet sich vor allem an Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen. Sie erscheint drei Mal pro Jahr und kann kostenlos bezogen werden. Global Lernen wird von “Brot für die Welt” in Zusammenarbeit mit dem “Arbeitskreis Pädagogik” und dem “Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.” erstellt. Die Ausgabe 3/2007 als PDF (628 KB): gl07_3.pdf

Hier finden Sie alle Ausgaben von “Global Lernen”. 

Frieden ist machbar

ni_13ur006_200.jpgVon Michael Gleich

 

Von allen Friedensmachern haben mich zwei Mörder besonders berührt. Joe hatte als junger Mann für die katholische Untergrundarmee gekämpft, einen britischen Offizier erschossen und dafür 22 Jahre im Gefängnis gesessen. Peter stand lange als Terrorist auf der protestantischen Seite. Der Katholik und der Protestant hatten in Nordirland in einem Bürgerkrieg gefochten, bei dem alle nur verloren. Irgendwann kippte etwas in ihnen. Was Joe bei seiner Entlassung aus dem Knast sah, deprimierte ihn: Frustrierte Jugendliche ohne Chance auf Lehrstelle und Job, die aus purer Langeweile Kleinkriege in den armen Vierteln Belfasts anzettelten. Und Peter stieg aus, als er einen in Ungnade gefallenen Paramilitär der eigenen Gruppe erschießen sollte. Damals im Wald fragte er sich: „Was hat dieser Krieg aus mir gemacht?“ Er konnte nicht abdrücken.Unabhängig voneinander beschlossen Joe und Peter, friedlich weiterzukämpfen. Beiden drohte, als Verräter denunziert zu werden. Heute halten sie als Sozialarbeiter Jugendliche von den paramilitärischen Gruppen fern. Sie arbeiten hart für eine politische Lösung des Konflikts. An beiden beeindruckt nicht die Vom-Saulus-zum-Paulus-Geschichte. Sondern wie unbeirrt sie ihrer Vision folgen, dass Katholiken und Protestanten gleichberechtigt zusammenleben können. Und mit welch starken Willen sie mit Mitte vierzig ganz von vorn beginnen. Wo sich Vision und Wille paaren, wird vieles möglich. Sogar Frieden. Weiterlesen



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