In der neuen Ausgabe der österreichischen Zeitschrift „Informationen zur Deutschdidaktik (ide). Zeitschrift für den Deutschunterricht in Wissenschaft und Schule“ (Heft 4 / 2007) wird ein Beitrag von Uli Jäger zum Thema „Fußball zwischen Ersatzkrieg und Völkerverständigung – eine friedenspädagogische Betrachtung“ veröffentlicht. Das Themenheft bietet eine „sprachlich-literarische Auseinandersetzung“ mit Fußball als einem kulturellen Phänomen an.
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„Das hat es noch nicht gegeben: ein derart umfassendes pädagogisches Nachschlagewerk. Für alle, die in Beruf, Ausbildung und Praxis mit Pädagogik zu tun haben“ – so der Klappentext des soeben im Beltz-Verlag erschiene „Beltz-Lexikon Pädagogik“. Ob dieser Klappentext für das gesamte Werk zutrifft soll hier nicht beurteilt werden. Für das Stichwort „Friedenserziehung/Friedenspädagogik“ trifft er jedenfalls nicht zu.
Zu diesem Stichwort sind 14 Zeilen und zwei Literaturangaben) zu lesen:
“Fe. wird als soziales und politisches ernen für den Frieden verstanden. Als Praxis nicht öffentlich institutionalisiert, normativ und politisch strittig, die noch der Streit um Richtlinien zur Fe. in der Schule nach 1980 gezeigt hat, entwickelt und erörtert Fp. die Konzepte und Theoreme der F., i.d.R. auf der Basis einer Friedensidee oder -utopie (seit Comenius), aber auch inaktuellen Kontexten gewaltfreier Politik; jüngster Aufschwung mit der politischen Friedensbewegung nach 1970, auch im Kontext der Ökopädagogik/‘Frieden mit der Natur‘).
Literatur
Bast, R. (1982): Friedenspädagogik. Düsseldorf.
Röhrs, H. (1983): Frieden – eine pädagogische Aufgabe. Braunschweig.”
Es gehört schon sehr viel Ignoranz dazu die letzten dreißig Jahre friedenspädagogische Theorie und Praxis nicht zur Kenntnis zu nehmen und völlig überholte Literaturhinweise zu verwenden (die einzige Literaturangabe beim Stichwort Gewalt stammt übrigens aus dem Jahre 1975!). Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass „Menschenrechtserziehung“, „Demokratiepädagogik“, „Globales Lernen“, „Entwicklungspolitische Bildung“, „Ökumenische Bildung“ oder „Traumapädagogik“ in dem Band überhaupt nicht aufgeführt werden.
Günther Gugel
Heinz-Elmar Tenorth / Rudolf Tippelt
(Hrsg.): BELTZ Lexikon Pädagogik.
Beltz Verlag, Weinheim und Basel
2007, 785 S.
Der Rundbrief 2/2007 des Instituts für Friedenspädagogik beinhaltet als Schwerpunkt einen Vortrag von Horst-Eberhard Richter zum Thema “Ist die seelische Krankheit Friedlosigkeit” heilbar.
Darüberhinaus finden sich u.a. Berichte über “Peace Counts on Tour”, die “School for Peace” und die Ausstellung “Frieden braucht Fachleute” sowie Hinweise auf die Neuerscheinungen des ift.
Der gesamte Rundbrief als PDF-Datei (1,5 MB): rbf_2_07.pdf
Ein halbes Jahr nach Durchführung des erfolgreichen Pilotprojektes von „Peace Counts on Tour“ in Colombo (Sri Lanka) war im Oktober 2007 die mazedonische Hauptstadt Skopje die zweite Station. Zehn Tage lang betreuten Uli Jäger und Ana Mijic (ift) sowie Tilman Wörtz (Agentur Zeitenspiegel) in Mazedonien die Ausstellung „Peace Builders Around the World“ und führten friedenspädagogische Workshops durch.Lesen Sie den neuen Bericht über Peace Counts on Tour